Die Orgel

Für die meisten Menschen ist ein Gottesdienst ohne die Musik einer Orgel unvorstellbar. Das war durchaus nicht immer so, wurde doch die Orgel früher einmal auch als Arbeitshilfsmittel oder als Handwerkszeug benutzt. Der Einsatz als Musikinstrument stand nicht immer an erster Stelle.

Die Geschichte

Erfunden wurde das Instrument im 3.Jh.v.Ch. von dem griechischen Ingenieur Ktesibios, damals allerdings als Wasserorgel. Mit Hilfe des Wassers wurde der Luftdruck zu den Pfeifen geleitet. Nur so konnten die Pfeifen erklingen. Erst um 755 n.Ch. wurde die erste, vom Wasser nicht mehr abhängige, Orgel entwickelt. In der Kirche wurde das Instrument erst relativ spät eingesetzt.

Im Jahre 812 bekam Karl der Große vom damaligen byzantinischen Kaiser eine Orgel geschenkt. Karl der Große übergab sie dem Aachener Dom. Im 14.Jh. entwickelte man ein Pedal mit eigenem Register, später kamen neue Manuale dazu. Seinen Höhepunkt erlebte der Orgelbau im 17.Jh. mit den Silbermann-Orgeln. Gottfried Silbermann gilt auch heute noch als genialer, weithin bekannter Orgelbaumeister.

Aufbau

Die Orgel besteht aus mehreren Pfeifenreihern.

Die Orgel besteht aus mehreren Pfeifenreihen.

Eine Orgel verfügt über verschiedene Pfeifenreihen. Jeweils eine Pfeifenreihe bildet ein Register. Die Register haben unterschiedliche Tonhöhen.

Meist existieren drei Manuale, auch Klaviaturen genannt. Jeder Klaviatur ist mindestens eine Windlade zugeordnet. Auf einer Windlade werden die Pfeifen aufgestellt.

Erstes Manual: Die Pfeifen dieses Manuals befinden sich im sogenannten Rückpositiv. Das Rückpositiv befindet sich an der unteren Mitte des Instrumentes.

Zweites Manual: Die Pfeifen stehen hier im Hauptwerk. Im Verhältnis zum Rückpositiv sind die Pfeifen hier doppelt so lang.

Drittes Manual: Im Schwellwerk befinden sich die Pfeifen in einem geschlossenen Kasten, dem Schwellkasten. Dieser Kasten besitzt Lamellen. Durch die Bedienung des Fußpedals werden sie geöffnet oder geschlossen. So kann die Lautstärke beeinflusst werden. Manchmal sind zusätzlich noch Spielhilfen vorhanden, beispielsweise die Crescendowalzen.
Ein Orgelpedal ist in eine C- und in eine Cis-Lade geteilt. Ein Pedal verfügt über mehrere Register.

Der Unterschied zum Klavier

Ein Klavier verfügt ebenfalls über eine Klaviatur und über meist zwei Pedale. Wird eine Taste der Klaviatur angeschlagen, erklingen die Töne über Saiten. Das linke Pedal produziert einen gedämpften Klang, mit dem rechten Pedal kann der Klang verlängert werden.

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