Das Klavier

Der Werdegang des Klaviers hat eine lange und traditionelle Entstehungsgeschichte hinter sich. Man vermag gar nicht zu glauben, dass Berühmtheiten wie der junge Pianist Lang Lang seine Werke an einem historischen Instrument präsentieren, dessen Erfindung bereits bis in die Antike zurückreicht.

Von der Antike bis zur Gegenwart

Die Idee, dass man durch schlagen von Saiten an einem Instrument Töne erzeugen kann, haben bereits die Antiker gehabt. Anfänge einer praktischen Umsetzung gab es jedoch erst zum Beginn des 16. Jahrhunderts durch den italienischen Instrumenten Bauer Bartolomeo Cristofori. Der am Cristoforis Hammerklavier angewandte Doppelsaiten-Mechanismus mit vier Oktaven nahm sich der deutsche Orgelbauer Gottfried Silbermann am Ende des 16. Jahrhunderts als Grundlage seiner Weiterentwicklungen.

Ab 1750 brachte der Wiener Instrumentenbauer Johann Andreas Stein die Faszination des Klaviers in die österreichische Metropole. Stein veränderte die von Silbermann eingeführte Prellmechanik und prägte den Klavierbau nachhaltig. Da sich zu dieser Zeit viele musikalische Künstler in Wien aufhielten, stieg das Interesse an Klavieren nun weltweit, vor allen Dingen in England. Dort war im Jahr 1760 die Geburtsstätte des deutlich günstigeren Tafelklaviers, das großes Interesse im Bürgertum weckte.

Das Klavier begeistert Groß und Klein.

Das Klavier begeistert Groß und Klein.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde von Johann Heinrich Pape der weitaus praktischere Filzbelag für die Hammerköpfe entwickelt. Gleichzeitig stiegen die Oktaven von circa fünf auf siebeneinhalb an. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts nahm das Interesse am Klavier auch in der Mittelklasse zu und entwickelte sich zu einem Statussymbol.

Im 20. Jahrhundert stiegen die Produktionen der Klaviere weltweit an, stagnierten jedoch durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg und die damit verbundene Weltwirtschaftskrise stark. Erst ab den 60er-Jahren begann sich die Produktion langsam an zu erholen.

Aktuell zählen Fazioli, Steinway & Sons und die Yamaha Gruppe zu den führenden Klavierherstellern.

Aufbau

  • Corpus (Gehäuse)
  • Resonanzboden aus Holz
  • Klaviatur (i.d.R. 88 Tasten)
  • Pedale

Berühmte Künstler

Neben dem bereits am Anfang genannten Ausnahmetalent Lang Lang, gab es in der Vergangenheit noch weitere talentierte Klavierspieler:

  • Franz Lisz (1811-1886)
  • Sergei Rachmaninoff (1873-1943)
  • Frédéric Chopin (1810-1849)

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